Von der Wabe zur Kerze
HANDWERK
Von der Wabe zur Kerze
Ein Blick in unsere Werkstatt — wie aus rohem Bienenwachs eine Stumpenkerze wird.
Bienenwachskerzen gehören zu den ältesten Lichtquellen der Menschheit — und sie werden bei uns noch genauso hergestellt wie vor Jahrzehnten: von Hand, in kleinen Chargen, ohne Zusatzstoffe. Bevor eine Kerze bei dir zuhause brennt, hat sie einen ziemlich langen Weg hinter sich. Wir nehmen dich mit — von der rohen Wabe bis zur fertig gegossenen Stumpenkerze, die auf deinem Tisch steht.
SCHRITT 1–2
Reinigen und Einschmelzen
Rohes Bienenwachs kommt nie sortenrein bei uns an — Pollenreste, Propolis und kleine Holzsplitter müssen zuerst raus. Das Wachs wird bei niedriger Temperatur (nie über 85 °C, sonst verliert es Farbe und Duft) langsam eingeschmolzen und mehrfach durch feine Tücher gefiltert.
Dieser Schritt entscheidet über die spätere Qualität: sauber gefiltertes Wachs brennt gleichmäßiger und ohne Rußen.
Je nach Reinheitsgrad bleibt eine warme, honiggelbe bis bernsteinfarbene Tönung erhalten — genau die Farbe, die unsere Kerzen von paraffinbasierten Kerzen unterscheidet.
SCHRITT 3–4
Gießen, Kühlen, Dochtsetzen
Das gefilterte Wachs wird in Handarbeit in Silikon- oder Metallformen gegossen — bei Stumpenkerzen mit vorgesetztem, ungebleichtem Baumwolldocht.
Die Abkühlzeit ist entscheidend: zu schnell, und die Kerze bekommt Risse; zu langsam, und die Form löst sich schwer. Je nach Größe dauert das Aushärten zwischen 4 und 12 Stunden.
Danach wird jede Kerze von Hand aus der Form gelöst, der Docht gekürzt und die Oberfläche geprüft — nur was optisch und strukturell überzeugt, geht in den Versand.
Eine gute Bienenwachskerze erkennst du am Geruch, bevor du sie überhaupt anzündest — leicht honigsüss, nie künstlich.
— AUS UNSERER KERZENWERKSTATT
Mehr zur Auswahl der richtigen Kerze findest du in unserem Ratgeber zu Bienenwachskerzen.